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Seminar: Erste Hilfe unterwegs

von Johannes Zell

Niemand möchte es erleben, aber die Gefahr fährt doch auf jeder Reise mit. Eine Erkrankung oder ein Unfall bringen alles durcheinander. Was nun? Wenn Krankenwagen und die aus Deutschland gewohnte zuverlässige und professionelle Hilfe nicht erreichbar sind? Die Rettungskette in Europa ist eine der Besten auf dieser Welt. Aber in Afrika? Sibirien? Indonesien? Die Rettungskette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied.

Es kann abseits der gewohnten Zivilisation Stunden oder gar Tage dauern, bis eine professionelle medizinische Versorgung gewährleistet ist. Umso wichtiger ist es, dass ich gut geschult bin und in solchen Fällen meinen Mitreisenden oder mir selbst helfen kann.

Eine gute Reiseapotheke wird bei akuten Erkrankungen wie Infektionen, Fieber oder Montezumas Rache helfen. Was aber tun bei Unfällen?

Dazu wiederholen wir kurz und bündig die Erste- Hilfe-Maßnahmen bei Unfällen, lernen darüber hinaus aber auch die eher unkonventionellen Praktiken der Sofortmaßnahmen wie Schienung von Extremitäten, Verbandstechniken und Möglichkeiten der Blutstillung. Hier steht im Vordergrund: "Es muss weiter gehen!"

Zum Schluss sortieren wir noch ein Erste-Hilfe-Set, was braucht man wirklich für unterwegs?

Johannes "Jupp" Zell ist ausgebildeter Krankenpfleger sowie Rettungsassistent/Notfallsanitäter mit 30 Jahren Berufserfahrung. Er ist Leitender Dozent an der Berufsfachschule Rettungsdienst des DRK Dortmund. Leider hat er erst vor 18 Jahren das Motorradfahren für sich entdeckt. Seitdem tourt er mit seiner Frau quer durch Südeuropa. Eben da wo es warm ist. Vorwiegend auf asphaltierter Straße aber auch gerne mit ein bisschen Schotter.